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Freie Bürger Collenberg
 

 

FBC

Taten statt Werbung -  deshalb: Anpacken für Collenberg

Ortsrundgang der Freien Bürger Collenberg
am 1. Februar zu den Brennpunkten im Ortsteil Kirschfurt

Baugebiet-Sand-LuftaufnahmeZum Glück war der für den Samstag angekündigte Regen ausgeblieben, sodass die Kandidaten der FREIEN BÜRGER COLLENBERG mit rund 20 interessierten Bürgern aus Kirschfurt nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden, Kai Strüber, um 10 Uhr vom Bahnhof aus loszogen, um sich selbst einen Eindruck von den Brennpunkten im Collenberger Ortsteil zu verschaffen, mit den Bürgern die Argumente auszutauschen und so eine fundierte  Grundlage für wichtige Zukunftsentscheidungen zu schaffen. Geleitet wurde die Führung durch den  langjährigen Gemeinderat und 2. Bürgermeister, Peter Mayer, der an der ersten Station, dem Baugebiet „Sand“,  die mit diesem Gebiet verbundenen  vielfältigen Probleme schilderte. Mehrere Anläufe, so Mayer, habe die Gemeinde Collenberg schon unternommen, das seit Anfang des 20. Jahrhunderts sukzessive bis heute mit 18 Anwesen verstreut bebaute Gebiet einer ordnungsgemäßen Erschließung zuzuführen. Nur eine in Gemeindebesitz befindliche Straße führt in eine Zone mit 7 Wohnhäusern und alle anderen Gebäude werden nur über einen unzureichend  ausgebauten und befestigten Bahnbetriebsweg erschlossen. Alle Gebäude sind ordnungsgemäß durch das Landratsamt Miltenberg genehmigt worden. Allerdings verfügten die Anwesen dem Stand der jeweiligen Technik entsprechend, nur über Hauskläranlagen mit nachgeschalteter Versickerung, die, um den gestiegenen Anforderungen an die Abwasserentsorgung zu genügen, in geschlossenen Sammelgruben umgewandelt werden mussten, um dann regelmäßig entsorgt zu werden. Um diesem nicht mehr zeitgemäßen und kaum kontrollierbaren Zustand abzuhelfen, übte die zuständige Abteilung im Landratsamt schon seit Jahrzehnten Druck auf die Gemeinde aus, mit dem Ziel, das Gebiet dauerhaft und sachgerecht zu erschließen. Gescheitert sind die Vorstöße dann immer zum einen an der Engstelle der Zufahrt, für die keine Lösung erzielt werden konnte und in den letzten Jahren an der Ungewissheit hinsichtlich der angestrebten Verkehrslösung, die anfangs mitten durch das Gebiet führte. Als sich nun die Verkehrslösung außerhalb des Baugebietes verfestigte und zudem nun die Überlassung eines Grundstücks an der Engstelle zugesichert wurde, glaubte die Gemeinde nun den Zeitpunkt für die Realisierung gekommen und gab den Bebauungsplan in Auftrag. Unerwarteter Widerstand formierte sich dann aber im ILEK-Prozess für den Südspessart, wo das zuständige Amt für ländliche Entwicklung mit der Verweigerung möglicher Zuschüsse für die Ortsentwicklung drohte, falls der Bebauungsplan weiter betreiben werde. Denn dieser laufe mit 60 neuen Bauplätzen dem Ziel der Bevorzugung der innen- vor der Außenentwicklung zuwider. Auch eine Verkleinerung auf die halbe Größe stieß auf keine Gegenliebe. Nach einer Informationsveranstaltung Ende 2013 im Rathaus mit den betroffenen Anwohnern formte sich zudem eine fast geschlossene Phalanx  gegen die Erschließung, da die hohen Erschließungskosten etliche Anwohner mit großen Einlageflächen in ihrer Existenz gefährden könnten. Widerstrebenden Positionen zeigten sich auch bei der Ortsbegehung in aller Deutlichkeit. Angeführte wurde aber auch, dass noch keiner der Anwohner, wie sonst jeder in der Gemeinde, Erschließungskosten zahlen, aber mit solchen Kosten rechnen musste. Unbestritten blieb auch, dass einem Anwesen, das nur über vom Hochwasser betroffenes Gebiet zu erreichen ist, eine sichere Zufahrt  ermöglicht werden muss. Das aber führe, so Mayer, zwangsläufig wieder zu einer Erschließung und damit zu Kosten für einen Teil der Anwohner. Selbst wenn die vom Landratsamt eröffnete Möglichkeit der Abwasserentsorgung mit privaten Kleinkläranlagen realisiert würde, blieben noch ein Bündel von Unzulänglichkeiten und die Probleme würden nur auf kommende Generationen verschoben. Das Baugebiet stelle, wie sich gezeigt habe, für den Gemeinderat als eine „Zwickmühle“ heraus, aus der es keinen praktikablen Ausweg zu geben scheine.
Nächstes Thema war dann die Verkehrslösung mit der Brücke und der aktuell favorisierten Umfahrung. Die Trasse soll östlich des Areals der „Michelskirche“, also des Standorts des historischen Kirschfurt, die Bahnlinie überqueren, bis zum Theresienhofweg wieder auf das natürliche Niveau absinken, dort einen Zipfel des Kiesabbaugebietes überqueren und dann abgesenkt in das Gelände erst am nördlichen Ende von Kirschfurt wieder „auftauchen“ und mit einem Kreisverkehr an die Staatsstraße angeschlossen werden. Auch gegen diese Trasse wurde bei der Begehung Kritik laut, da damit ein hoher Verbrauch an landwirtschaftlicher Fläche verbunden sei und Grundstücke nur über Umwege zu erreichen seien. Es sei besser entlang der Bahnlinie die Straße zu führen, da die Zäsur durch die bahn schon bestehe. Gegen die Kritik wegen des Landverbrauchs wurde argumentiert, dass ungleich mehr landwirtschaftlich genutzte Flächen für den Kiesabbau ohne Widerspruch geopfert wurden. Zudem ließen sich die Flächen im Zuge der Umfahrung neu und zusammenfassen ordnen.
Den Abschluss bildete eine Ortsbesichtigung im Feuerwehrgerätehaus im Blick auf die dort anstehenden Maßnahmen. Abschließend wurde die Begehung von den Teilnehmern als ausgesprochen positiv und wichtig für die künftige Arbeit im Gremium beurteilt. Ohne Ortskenntnis, so Gemeinderat Peter Podraza, sei es, „als würde ein Blinder über Farbe reden“

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